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18 juillet 2009 6 18 /07 /juillet /2009 20:12

 

Man beschwert sich über all die Ungerechtigkeiten der Welt; es ist die Krise und der Eine oder der Andere kriegt trotzdem seine goldene Abfindung; die Umwelt ist verschmutzt, aber doch geht es weiter mit dem industriellen Müll; das Klima ändert sich durch unseren verantwortungslosen Aktivitäten; usw.

Man ist verzweifelt. Was kann man tun? Wo sollen wir anfangen? Es sind so viele Probleme...

Und doch die Philosophen unter Euch werden schon bemerken: es sind nicht VIELE sondern nur EIN Problem: der Mensch mit seiner Begierde.

Richtig. Aber bringt uns das weiter?

Bleiben wir pragmatisch und, ohne den Mensch zu beschuldigen (wir sind auch nur Menschen), versuchen wir zu erkennen was in unserer Gesellschaft so schief läuft, und wie man das verbessern kann.

Meiner Meinung nach, die Erkennung ist ziemlich einfach zu machen, die Umsetzung aber sehr schwer, denn wir müssen alle gleichzeitig reagieren. Aber es scheint mir, es ist höchste Zeit es zu tun.

Und zwar, unsere Art und Weise zu handeln ist schlecht: wir haben einen Käufer und einen Verkäufer die handeln indem der Erste sein Produkt in die Hand drückt und vom Anderen eine bestimmte Summe am Geld verlangt.

Warum ist das so schlecht? Weil wir nicht in einer ideale Welt leben, und die Verhältnisse zwischen den beiden Händlern ungleichmäßig sind. Entweder, der Verkäufer ist zu stark (in dem Fall hat der Käufer keine Chance seine Ware billig zu kriegen) oder, der Käufer ist zu stark (und dann hat der Verkäufer keine Chance seine harte Arbeit richtig gelten zu lassen). Und diese unbalancierte Situationen gibt es jede Menge (das ist wohl was sich unter dem Stichwort Krise versteckt).

Wie wollen wir das regeln? Denn, es reicht nicht (sehen wir jeden Tag), dass man darüber klagt und auf Gerechtigkeit wartet. Es müssen neue Regeln entstehen.

Welche? Haben Sie Ideen? Nein. Sonst hätten wir es schon gehört.

Also, ich schlage eine vor: wie wäre es ganz ohne Verkäufer?

Angenommen, das Produkt selbst hat ein Konto in einer Bank (mit einem negativen Wert drauf). Es zu kaufen würde einfach bedeuten, das Konto auflösen nachdem man die entsprechende Summe überwiesen hat. Es gäbe, in dem Fall, keinen der durch das Verkaufen reicher geworden wäre...

Schlafen Sie drüber, und sagen Sie mir Ihre Meinung danach.

 

 
"Ein neuer Gedanke wird zuerst verlacht, dann bekämpft, bis er nach längerer Zeit als selbstverständlich gilt." (natürlich kann man ihn auch völlig ignorieren, aber das ist nur eine andere Art darüber zu lachen)
 

Arthur Schopenhauer.

hier geht es weiter

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Published by Dragan Matic - dans Was ist Holokratie
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5 juin 2009 5 05 /06 /juin /2009 19:41
 

Man darf nicht dran zweifeln, dass der Mensch wirklich versucht hat, das beste Modell für die Gesellschaft zu erschaffen. Verschiedene Strukturen wurden während unserer Geschichte ausprobiert, und, letztendlich, trotz vieler bleibende Unstimmigkeiten, wurde die Demokratie als die Beste unter all den (noch schlechteren) Alternativen ernannt.

Tatsache ist, dass alle schlimm sind. Aber das liegt daran, dass man das Modell nicht richtig durchdacht hat. Besser gesagt, die Vorgehensweise war falsch. Man hat, und tut es immer noch, versucht, in der Gesellschaft leitende Rollen zu definieren und zu verteilen, denkend dass die breite Masse von Menschen einfach von diesen Leitern geführt wird. Jedes Modell sieht wie eine Pyramide aus. Es scheint, die Theoretiker können es nicht anders. Natürlich hat man auch gleich erkannt, dass es in dieser Hierarchie Missbrauch geben kann, und man hat sie dann noch gestärkt indem man noch weiteren hierarchischen Strukturen eingebaut hat.

Nach all diesen misslungenen Versuchen, warum will man es nicht einmal richtig machen?

Man muss nicht von oben nach unten denken, sondern umgekehrt. Man muss die Grundregeln definieren und ein paar Rahmen setzen, sodass diese Regeln bewahren bleiben. Dass es Leute gibt die eine führende Rolle übernehmen werden, daran ist es nicht zu zweifeln. Man braucht diese Rolle nicht zu definieren; es wird schon von alleine passieren. Die Gesellschaft selbst wird schon wissen was für Vertreter sie braucht.

Also, Grundregeln definieren und der Rest kommt von selbst. Das nenne ich Holokratie.

Und was wären diese Grundregeln?

Also, prinzipiell sollten wir sie gemeinsam definieren. Aber, als Beispiel, hier sind welche:


  1. 1. holokratischer Handel

  2. 2. Schadenspotenzial und unüberschreitbare Schwellen

  3. 3. mehrdimensionales Geld


holokratischer Handel

Das haben wir schon auf der Startseite gesehen: meiner Meinung nach ist das die Idee überhaupt, die zu einer ausgeglichenen und naturfreundlichen Gesellschaft führt. Denn unsere aktuelle Denkweise, unsere ganze Logik, ist durch falsche Handelsregeln verfälscht. Wenn man soweit kommt, dass man Lebensmittel vernichtet, weil es rentabler ist als sie zu verkaufen, dann hat man den Gipfel des Unsinns erreicht, oder?

Also, die Idee ist es, keinen Profit durch den Handel zu erzielen. Kaufen, ja. Aber ohne Verkäufer. Bitte, lesen Sie nochmal dazu die Startseite.


Schadenspotenzial

Die 2. Idee ist, dass jeder Handel in irgendeiner Weise schädlich ist, oder sein kann. Man soll ihn nicht unbedingt verbieten, aber zählen, um dessen Menge steuern zu können. Man kann durch sein Handeln der Umwelt gegenüber schädlich sein, oder dem Mensch oder einer Gruppe. Es sollte eine Schwelle geben für jede Kategorie, die man nicht überschreiten darf.


mehrdimensionales Geld

Das mehrdimensionale Geld wäre eine hervorragende Weise das Ganze umzusetzen. Denn durch die Währung kann alles gesteuert werden. Denn das Geld ist das Blut einer Gesellschaft.

Man müsste dergestalt arbeiten, dass man gute Punkte in jedem Bereich aufsammelt (z.B. für die Umwelt) um dann später sein schädliches Handeln (gegenüber der Natur, bspw.) durchführen zu können.


Wenn Ihr bessere Ideen habt, nur zu. Hauptsache, wir kommen raus aus dieser Bredouille.

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Published by Dragan Matic - dans Was ist Holokratie
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