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7 août 2011 7 07 /08 /août /2011 18:08

En fait, il s'agit d'un discours d'ouverture des festivités de Salzbourg qui n'a pas été prononcé, parce que son auteur, Jean Ziegler, a été critiqué pour s'être affiché avec un certain Mouammar Kadhafi...

En tout cas, le texte mérite d'être lu et médité.

 

 

Sehr verehrte Damen und Herren,

 

alle fünf Sekunden verhungert ein Kind unter zehn Jahren. 37.000 Menschen verhungern jeden Tag und fast eine Milliarde sind permanent schwerstens unterernährt. Und derselbe World-Food-Report der FAO, der alljährlich diese Opferzahlen gibt, sagt, dass die Weltlandwirtschaft in der heutigen Phase ihrer Entwicklung problemlos das Doppelte der Weltbevölkerung normal ernähren könnte.





Schlussfolgerung: Es gibt keinen objektiven Mangel, also keine Fatalität für das tägliche Massaker des Hungers, das in eisiger Normalität vor sich geht. Ein Kind, das an Hunger stirbt, wird ermordet.

Gestorben wird überall gleich. Ob in den somalischen Flüchtlingslagern, den Elendsvierteln von Karachi oder in den Slums von Dhaka, der Todeskampf erfolgt immer in denselben Etappen. Bei unterernährten Kindern setzt der Zerfall nach wenigen Tagen ein. Der Körper braucht erst die Zucker-, dann die Fettreserven auf. Die Kinder werden lethargisch, dann immer dünner. Das Immunsystem bricht zusammen. Durchfälle beschleunigen die Auszehrung. Mundparasiten und Infektionen der Atemwege verursachen schreckliche Schmerzen.

Dann beginnt der Raubbau an den Muskeln. Die Kinder können sich nicht mehr auf den Beinen halten. Ihre Arme baumeln kraftlos am Körper. Ihre Gesichter gleichen Greisen. Dann folgt der Tod.

Die Umstände jedoch, die zu dieser tausendfachen Agonie führen, sind vielfältig und oft kompliziert.

Ein Beispiel: die Tragödie, die sich gegenwärtig (Juli 2011) in Ostafrika abspielt. In den Savannen, Wüsten, Bergen von Äthiopien, Djibouti, Somalia und Tarkana (Nordkenia) sind 12 Millionen Menschen auf der Flucht. Seit fünf Jahren gibt es keine ausreichende Ernte mehr. Der Boden ist hart wie Beton. Neben den trockenen Wasserlöchern liegen die verdursteten Zebu-Rinder, Ziegen, Esel und Kamele. Wer von den Frauen, Kindern, Männern noch Kraft hat, macht sich auf den Weg in eines der vom UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge und vertriebene Personen eingerichteten Lager.



Das Geld fehlt

Zum Beispiel nach Dadaad, auf kenianischem Boden. Dort drängen sich seit drei Monaten über 400.000 Hungerflüchtlinge. Die meisten stammen aus dem benachbarten Südsomalia, wo die mit Al-Quaida verbundenen fürchterlichen Chebab-Milizen wüten.

Seit Juni treten täglich rund 1500 Neuankömmlinge aus dem Morgennebel. Platz im Lager gibt es schon lange nicht mehr. Das Tor im Stacheldrahtzaun ist geschlossen. Vor dem Tor führen die UNO-Beamten die Selektion durch: Nur noch ganz wenige - die, die eine Lebenschance haben - kommen hinein. Das Geld für die intravenöse therapeutische Sondernahrung, die ein Kleinkind, wenn es nicht zu sehr geschädigt ist, in 12 Tagen ins Leben zurück bringt, fehlt.



Das Geld fehlt. Das Welternährungsprogramm, das die humanitäre Soforthilfe leisten sollte, verlangte am 1. Juli für diesen Monat einen Sonderbeitrag seiner Mitgliedstaaten von 180 Millionen Euro. Nur 62 Millionen kamen herein. Das normale WPF (World-Food-Programm) Budget betrug 2008 sechs Milliarden Dollar. 2011 liegt das reguläre Jahresbudget noch bei 2,8 Milliarden.

 

Warum? Weil die reichen Geberländer - insbesondere die EU-Staaten, die USA, Kanada und Australien - viele tausend Milliarden Euro und Dollars ihren einheimischen Bank-Halunken bezahlen mussten: zur Wiederbelebung des Interbanken-Kredits zur Rettung der Spekulations-Banditen. Für die humanitäre Soforthilfe (und die reguläre Entwicklungshilfe) blieb und bleibt praktisch kein Geld.

Wegen des Zusammenbruchs der Finanzmärkte sind die Hedgefonds und andere Groß-Spekulanten auf die Agrarrohstoffbörsen (Chicago Commodity Stock Exchange, u. a.) umgestiegen. Mit Termingeschäften, Futures, etc. treiben sie die Grundnahrungsmittelpreise in astronomische Höhen.

 

Die Tonne Getreide kostet heute auf dem Weltmarkt 270 Euro. Ihr Preis lag im Jahr zuvor genau bei der Hälfte. Reis ist um 110% gestiegen. Mais um 63%.

Was ist die Folge? Weder Äthiopien, noch Somalia, Djibouti oder Kenia konnten Nahrungsmittelvorräte anlegen - obschon die Katastrophe seit fünf Jahren voraussehbar war. Dazu kommt: Die Länder des Horns von Afrika werden von ihren Auslandsschulden erdrückt. Für Infrastrukturinvestitionen fehlt das Geld. In Afrika südlich der Sahara sind lediglich 3,8% des bebaubaren Bodens künstlich bewässert. In Wollo, Tigray und Shoa auf dem äthiopischen Hochland, in Nordkenia und Somalia noch weniger.

 

 

Die Dürre tötet ungestört. Diesmal wird sie viele Zehntausende töten.

Viele der Schönen und der Reichen, der Großbankiers und der Konzern-Mogule dieser Welt kommen in Salzburg zusammen. Sie sind die Verursacher und die Herren dieser kannibalischen Weltordnung.

 

Was ist mein Traum? Die Musik, das Theater, die Poesie - kurz: die Kunst - transportieren die Menschen jenseits ihrer selbst. Die Kunst hat Waffen, welche der analytische Verstand nicht besitzt: Sie wühlt den Zuhörer, Zuschauer in seinem Innersten auf, durchdringt auch die dickste Betondecke des Egoismus, der Entfremdung und der Entfernung. Sie trifft den Menschen in seinem Innersten, bewegt in ihm ungeahnte Emotionen.

Defensiv-Mauer der Selbstgerechtigkeit

Und plötzlich bricht die Defensiv-Mauer seiner Selbstgerechtigkeit zusammen. Der neoliberale Profitwahn zerfällt in Staub und Asche. Ins Bewusstsein dringt die Realität, dringen die sterbenden.

Wunder könnten in Salzburg geschehen: Das Erwachen der Herren der Welt. Der Aufstand des Gewissens! Aber keine Angst, dieses Wunder wird in Salzburg nicht geschehen! Ich erwache. Mein Traum könnte wirklichkeitsfremder nicht sein! Kapital ist immer und überall und zu allen Zeiten stärker als Kunst. "Unsterbliche gigantische Personen" nennt Noam Chomsky die Konzerne.

 

Vergangenes Jahr - laut Weltbankstatistik - haben die 500 größten Privatkonzerne, alle Sektoren zusammen genommen, 52,8% des Welt-Bruttosozialproduktes, also aller in einem Jahr auf der Welt produzierten Reichtümer, kontrolliert. Die total entfesselte, sozial völlig unkontrollierte Profitmaximierung ist ihre Strategie. Es ist gleichgültig, welcher Mensch an der Spitze des Konzerns steht.

 

Es geht nicht um seine Emotionen, sein Wissen, seine Gefühle. Es geht um die strukturelle Gewalt des Kapitals. Produziert er dieses nicht, wird er aus der Vorstands-Etage verjagt. Gegen das eherne Gesetz der Kapitalakkumulation sind selbst Beethoven und Hofmannsthal machtlos.

"L'art pour l'art" hat Théophile Gautier Mitte des 19. Jahrhunderts geschrieben. Die These von der autonomen, von jeder sozialen Realität losgelösten Kunst, schützt die Mächtigen vor ihren eigenen Emotionen und dem eventuell drohenden Sinneswandel.

Die Hoffnung liegt im Kampf der Völker der südlichen Hemisphäre, von Ägypten und Syrien bis Bolivien, und im geduldigen, mühsamen Aufbau der Radikal-Opposition in den westlichen Herrschaftsländern. Kurz: in der aktiven, unermüdlichen, solidarischen, demokratischen Organisation der revolutionären Gegengewalt.

 

Es gibt ein Leben vor dem Tod. Der Tag wird kommen, wo Menschen in Frieden, Gerechtigkeit, Vernunft und Freiheit, befreit von der Angst vor materieller Not, zusammenleben werden.

Mutter Courage, aus dem gleichnamigen Drama von Bertolt Brecht, erklärt diese Hoffnung ihren Kindern:

 

Es kommt der Tag, da wird sich wenden

Das Blatt für uns, er ist nicht fern.

Da werden wir, das Volk, beenden

Den großen Krieg der großen Herrn.

Die Händler, mit all ihren Bütteln

Und ihrem Kriegs- und Totentanz

Sie wird auf ewig von sich schütteln

Die neue Welt des g'meinen Manns.

Es wird der Tag, doch wann er wird,

Hängt ab von mein und deinem Tun.

Drum wer mit uns noch nicht marschiert,

Der mach' sich auf die Socken nun.

 

Ich danke Ihnen

 

Jean Ziegler

 

Mesdames et Messieurs,

toutes les cinq secondes, un enfant de moins de dix ans est atteint de famine. 37.000 personnes meurent de faim chaque jour et près d'un milliard soufrent en permanence sévèrement de malnutrition. Et le Rapport de l' Alimentation Mondiale de la FAO (
Food and Agriculture Organization), qui publie ces chiffres du nombre annuel de décès, affirme que l'agriculture mondiale pourrait nourrir sans problème, dans la phase actuelle de leurs développement , le double de la population dans le monde.

 

Conclusion: Il n'y a objectivement pas de pénurie, donc pas de fatalité au massacre quotidien par la faim auquel on assiste froidement. Un enfant qui meurt de faim est assassiné.

 

Les décès sont partout les mêmes. Que ce soit dans les camps de réfugiés somaliens, les bidonvilles de Karachi ou dans les bidonvilles de Dhaka, l'agonie passe toujours par les mêmes étapes. Chez les enfants sous-alimentés c'est la désintégration après quelques jours. Le corps épuise d'abord les réserves de sucre, puis de graisse. Les enfants sont léthargiques, puis toujours plus minces. Le système immunitaire s'effondre. Les diarrhées accélèrent l'épuisement. Les parasites buccaux et les infections de voies respiratoires causent des douleurs terribles.

Puis les muscles commencent à être attaqués. Les enfants ne peuvent plus se tenir sur leurs jambes. Leurs bras pendent le long de leur corps épuisé. Leurs visages ressemblent à ceux de vieillards. Puis vient la mort.

Cependant, les circonstances qui conduisent à cette insoutenable agonie sont variées et souvent complexes.


Un exemple: la tragédie qui se passe actuellement (Juillet 2011) en Afrique orientale. Dans les savanes, les déserts, les montagnes de l'Ethiopie, Djibouti, la Somalie et Tarkana (nord du Kenya) 12 millions de personnes sont en fuite. Pendant cinq ans, il n'y a plus de récolte suffisante. Le sol est dur comme du béton. Près des trous d'eau taris sont allongés, morts de soif, des zébus, des chèvres, des ânes et des chameaux. Celui qui, parmi les femmes, les enfants ou les hommes, a encore quelque force, se met en chemin vers l'un des camps mis en place par le Haut Commissariat pour les Réfugiés et pour les Déportés de l'ONU.

 

L'argent manque

Par exemple, vers Dadaad sur le sol kenyan. Là s'entassent depuis trois mois plus de 400.000 réfugiés affamés. La plupart viennent du pays voisin du sud de la Somalie, où les milices Chebab, affiliés à Al-Qaïda, font régner la terreur.

Depuis Juin, environ 1 500 nouveaux arrivants par jour débarquent dès le petit matin. Depuis longtemps déjà, il n'y a plus d'espace dans le camp. La porte de la clôture en fil de fer barbelé est fermée. Devant la porte les fonctionnaires de l'ONU procèdent à la sélection : Seul un très petit nombre - ceux qui ont une chance de vivre – peuvent entrer. L'argent pour l'alimentation par voie intraveineuse thérapeutique spéciale, qui pourrait ramener à la vie en 12 jours un petit enfant, si il n'a pas subi trop de dégâts, est absent.

 

L'argent manque. Le Programme Alimentaire Mondial, qui devrait fournir des secours humanitaires, a exigé le 1er juillet pour ce mois une contribution spéciale de ses pays membres de 180 millions d'euros. Seulement 62 millions sont venus. Le budget normal du WPF (Programme Alimentaire Mondial) en 2008 s'élève à six milliards de dollars. 2011, le budget annuel ordinaire est encore à 2,8 milliards de dollars.

 

Pourquoi ? Parce que les pays riches donateurs - en particulier les pays de l'UE, les USA, Canada et Australie - devaient payer plusieurs milliers de milliards d'euros et de dollars à leurs scélérats de banquiers : pour relancer le crédit interbancaire pour sauver les bandits de la spéculation. Pour l'aide humanitaire d'urgence (et l'aide au développement régulier) n'est resté, et ne reste pratiquement pas d'argent.

En raison de l'effondrement des marchés financiers, les hedge funds et autres grands spéculateurs sur les marchés des matières premières agricoles (Chicago Commodity Stock Exchange, etc) se sont désistés. Avec les contrats à terme, les Futures, etc, ils conduisent les prix des aliments de base à des hauteurs astronomiques.

 

La tonne de céréales sur le marché mondial d'aujourd'hui coûte 270 €. Son prix il y a un an coûtait exactement la moitié. Le riz a augmenté de 110%. Le maïs de 63%.
Quelle est la conséquence? Ni l'Ethiopie, ni la Somalie, Djibouti ou le Kenya ne pouvaient créer des stocks alimentaires - même si la catastrophe était prévisible depuis cinq ans. De plus: les pays de la Corne de l'Afrique sont submergés par leurs dettes extérieures. Pour les investissements d'infrastructure, l'argent manque. En Afrique au sud du Sahara, seulement 3,8% des terres arables sont irriguées. Dans le Wollo, le Tigré et le Choa dans les montagnes éthiopiennes, le nord du Kenya et la Somalie, encore moins.


La sécheresse tue paisiblement. Cette fois, elle va en tuer des dizaines de milliers.
Beaucoup de beau-monde et des riches, des grands banquiers et des boss des entreprises du monde sont réunis à Salzbourg. Ils sont les instigateurs et les maîtres de cet ordre mondial cannibales.


Quel est mon rêve? La musique, le théâtre, la poésie - en bref, l'art - transportent les gens au-delà d'eux-mêmes. L'art a des armes qui n'obéissent pas a l'esprit analytique : il remue le spectateur, le téléspectateur à sa base, pénètre même le sol en béton épais de l'égoïsme, de l'aliénation et de la distanciation. Il rencontre des gens dans le plus profond de leur être, il stimule en lui des émotions inattendues.

 

Mur défensif de l'auto-justification

Et soudain, se rompt le mur défensif de l'auto-justification. La course au profit néo-libérale tombe dans la poussière et la cendre. Pénètre dans la conscience la réalité, et pénétrent les mourants.
Un miracle pourrait arriver à Salzbourg : Le Réveil des maîtres du monde. La révolte de la conscience ! Mais n'ayez crainte, ce miracle ne se produira pas à Salzbourg ! Je me réveille.

Mon rêve ne pourrait pas être plus irréaliste ! Le Capital est toujours et partout et en tout temps plus fort que l'art. «Les géants immortels" comme Noam Chomsky appelle les groupes industriels.

L'année dernière - selon l'Organisation mondiale des statistiques de la Banque - les 500 plus grandes sociétés privées, tous secteurs confondus, ont contrôlé 52,8% du produit national brut mondial, donc toute la richesse mondiale produite en un an. La maximisation totale, déchaînée, socialement complètement incontrôlée, du profit est leur stratégie. L'individu à la tête du groupe n'a aucune importance.
Il ne s'agit pas de ses émotions, ses connaissances, ses sentiments. Il en va du rouleau compresseur du capital. Celui qui ne satisfait pas aux attentes est expulsé de l'étage exécutif. Contre la loi d'airain de l'accumulation du capital, même Beethoven et Hofmannsthal sont impuissants.
"L'art pour l'art" a écrit Théophile Gautier milieu du 19e siècle. La thèse de l'art autonome, détaché de toute réalité sociale, l'art, protège les puissants de leurs propres émotions et des éventuelles menaces d'altération des sens.


L'espoir réside dans la lutte des peuples de l'hémisphère sud, de l'Egypte et de la Syrie jusqu'à la Bolivie, et dans la construction patiente et minutieuse de l'opposition radicale dans les pays occidentaux dominants. En bref, dans l'organisation active, incessante, solidaire et démocratique du contre-pouvoir révolutionnaire.


Il y a une vie avant la mort. Le jour viendra où les gens vivront ensemble en paix, la justice, la raison et la liberté, libérés de la peur de la nécessité matérielle.


Mère Courage, de la pièce éponyme de Bertolt Brecht explique l'espoir pour ses enfants :


Il viendra un jour où tournera

Le vent, il n'est pas loin.
Là c'est nous, le peuple, qui arrêterons
La grande guerre du grand maître.
Les marchants, avec tous leurs acolytes

Et leur danse de la guerre et de la mort,
D'eux se débarrassera pour l'éternité

Le nouveau monde de l'homme ordinaire.
Le jour viendra, mais quand il sera,

Dépend de ton action et de la mienne.

Donc, qui ne marche pas encore avec nous

Détalle simplement.

 

Merci


Jean Ziegler

 

 

 

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Published by Dragan Matic - dans Arrêt sur image
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